5 Mythen beim „digitalen Unterrichten“ … und was an diesen dran ist

5 Mythen beim „digitalen Unterrichten“ … und was an diesen dran ist

Endlich – seit dieser Woche ist auch in Bayern die allgemeine Sommerferienzeit eingeläutet worden. Da nach den Ferien aber bekanntlich vor dem nächsten Unterricht ist, möchte ich gerade denjenigen Kollegen, die ab dem Schuljahr 2017/18 ins „digitale Lehren und Lernen“ einsteigen, ein paar persönliche Erfahrungen mitteilen. Ich habe zu diesem Zweck einige „Mythen“ zum Thema identifiziert, die immer wieder in der Diskussion auftauchen. Auch seitens meiner Referendare wird danach im Prinzip jedes Jahr immer wieder neu gefragt. Wichtig ist mir aber zu betonen, dass meine Erwiderungen zu diesen rein subjektiv sind. Daher würde es mich freuen, ggf. weitere Meinungen dazu, z. B. als Kommentar unter dem Post, sammeln zu können. Wer mehr über die Infrastruktur und das Konzept unserer Schule erfahren will, kann dies über den Link gerne tun.

Mythos 1: Das „Digitale Unterrichten“ kostet mehr Zeit

Da ist durchaus etwas dran, und zwar in zweierlei Hinsicht. Zunächst einmal kostet es natürlich Zeit in Bezug auf die Unterrichtsvorbereitung, wenn man eigene Materialien erstellen will. Aber es gibt mittlerweile schon ein großes Online-Angebot, das man frei nutzen kann („OER“). Unter diesem Aspekt würde ich mich zunächst einmal umschauen, was es für meine Fächer so alles gibt. Der verlinkte LearningSnack kann dabei schon einen kleinen Einblick geben.

Dann muss man natürlich auch sehen, dass man im Klassenraum ggf. schon ein bisschen Eingewöhnung braucht, um mit den jeweiligen Tools und Anwendungen gewinnbringend arbeiten zu können. Es wird sicher ein gewisses Zeitfenster brauchen, vielleicht klappt auch nicht immer alles gleich reibungslos. Letztlich sollte man dies aber nicht überbewerten, da man auch hier seinen Schülern und nicht zuletzt sich selbst Medienkompetenz vermittelt. Es ist also völlig normal, wenn man an dieser Stelle etwas Unterrichtszeit investiert und nicht verwerflich. Man kann dieses Zeitfenster auch mit der Einführung einer neuen Methode vergleichen.

Mythos 2: Die Schüler werden durch das „digitale Lernen“ unkonzentrierter, die Arbeitsergebnisse sind schlechter als früher

Dem kann ich aus meiner Erfahrung nur widersprechen. Wenn die Regeln der Gerätenutzung klar definiert sind, ist es auch eher so, dass dann nichts mehr heimlich geschieht. Das Handy in der Hosentasche wird – dessen kann man sich sicher sein – immer eine mögliche Ablenkungsquelle bieten, ob man nun „digital“ unterrichtet oder nicht. Daher sind in meinem Unterricht die iPads auf dem Tisch und bei Nichtnutzung umgedreht (was allerdings immer seltener der Fall ist). Wenn der Unterricht thematisch und methodisch dicht ist, dann bleibt auch wenig Zeit für Fremdbeschäftigung. Und wenn das erzielte Ergebnis einer Arbeitsphase dann nicht den Anforderungen entspricht, kann dies vielleicht sogar schneller identifiziert werden als beim traditionellen Arbeiten.

Mythos 3: Beim „digitalen Unterrichten“ wird weniger gelesen

Ebenso aus meiner Sicht zu plakativ und so auch nicht korrekt. Es wird sicher anders gelesen, vielleicht auch nicht mehr nur aus „ästhetischen“ Gründen. Für mich bietet das „digitale Unterrichten“ aber einen guten Ansatz meine Schüler erst einmal an das Lesen heranzuführen. Beim Recherchieren und bei der Nutzung des Internets kommt es eher darauf an, nicht alles zu lesen, sondern auch Quellen und Wahrheitsgehalt herauszufinden. Beim „ästhetischen“ Lesen habe ich trotz aller didaktischen Vorbehalte mit Lernvideos oder kleinen standardisierten Übungen gute Erfahrungen gemacht. Erst wenn man z. B. Stilmittel sicher erkennt und deren Wirkungen nachvollziehen kann, ist man doch auch in der Lage die literarische Qualität eines Textes zu beurteilen und dann selber kreativ zu werden.

Mythos 4: Beim Lernen mit „digitalen Medien“ wird weniger miteinander geredet, es kommt vermehrt zu Frontalunterricht

Natürlich ist die Verlockung groß. Der Lehrer präsentiert die Inhalte wie ein Keynote-Speaker auf einer wissenschaftlichen Tagung, die Schüler konsumieren und haben vielleicht sogar, wenn sie sich auf die nächste Stunde gut vorbereiten, im darauffolgenden Test ein besseres Ergebnis als früher erzielt. Das ist an sich nicht verwerflich, darf aber nicht der Regelfall des „digitalen Unterrichtens“ sein, auch wenn meine ersten Schritte so ausgesehen haben mögen. Zu einer „digitalen Mündigkeit“ führt das aber nicht, auch wenn man als Lehrer vielleicht den Eindruck haben könnte, dass eine oben skizzierte Stunde „gut“ gewesen war. Es ist vielmehr dafür zu sorgen, dass man viel themenaktueller, auch projektmäßiger an den Unterricht herangeht und vielleicht seine Stunden zweiteilt. In der ersten Phase (zeitlich auf ca. 20-30 Minuten begrenzt) bringt man die nötigen Fakten und die Sachkompetenz zur Lerngruppe, in einer zweiten Phase wird kompetenzorientiert vertieft. Dies kann auch über das Konzept „Flipped Classroom“ hergestellt werden, indem die Schüler schon mit der nötigen Basisinformation in den Unterricht kommen und dann damit weiterarbeiten. Dies können dann, müssen aber nicht, auch digitale Produkte sein.

Mythos 5: Die Schüler sind beim Arbeiten mit „digitalen Medien“ deutlich motivierter

Am Anfang stimmt das sicher. Dieser Effekt kann aber auch ganz schnell ins Negative überschwappen, wenn …

  • die Beziehungsebene zur Lehrkraft nicht stimmt (dann kann das „digitale Unterrichten“ die Pandorabüchsenöffnung sein!)
  • man immer die gleichen Arbeitsaufträge stellt
  • davon ausgegangen wird, dass die Schüler sich schon selbstständig durchwursteln und man nur „Globalaufträge“ stellt
  • man seinen Unterricht zu 100 % digitalisiert, ohne dass dies sinnvoll ist (ja, auch das merken Schüler und monieren das mit sehr stimmigen Argumenten)

 

Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn dieser Post ein wenig zur Diskussion über das „digitale Unterrichten“ beitragen könnte. Gerne nehme ich auch zu anderen Mythen Stellung und schildere dazu meine, wie gesagt, subjektiven Eindrücke, wenn diese von Interesse sein sollten. Letztlich kann ich aber nur allen Lehrern raten, sich mit diesem Thema zu beschäftigen und getreu dem Motto „ergänzen statt ersetzen“ zu handeln.

 

 

 

 

 

 

Advertisements
Global GeoGebra Gathering 2017 in Linz

Global GeoGebra Gathering 2017 in Linz

Während vielen Kolleginnen und Kollegen schon in den Ferien sind oder sich gerade wieder auf den Weg ins neue Schuljahr machen, ist bei #BayernEdu zum Ende des laufenden Jahres irgendwie noch Durchstarten und Durchhalten angesagt. Nachdem Wolfgang Schlicht in San Francisco unterwegs war, habe ich die Gelegenheit wahrgenommen an der Global GeoGebra Gathering 2017 an der Johannes-Kepler-Universität in Linz teilzunehmen. Weiterlesen „Global GeoGebra Gathering 2017 in Linz“

#BayernEdu beim Adobe Education Leader Summit in San Jose, Kalifornien

Zum Abschluss meines Sabbatjahres nutzte ich die Gelegenheit mich mit den Adobe Education Leadern aus der ganzen Welt im Silicon Valley zu treffen. Der Education Summit im Adobe Headquarter in San Jose, Kalifornien bringt jährlich Lehrerinnen und Lehrer aus dem K-12 und Higher Education Bereich zusammen.

Zu Beginn der Konferenz konnte man sich schon in einem Maker Space kräftig austoben und unter anderem mit Makey Makey, Ozobots oder einer CNC-Fräse experimentieren. Die ersten Kontakte zwischen den Teilnehmern wurden geknüpft, man tauschte Erfahrungen aus und arbeitete gemeinsam an kleinen Projekten.

Der Austausch zwischen den Lehrkräften stand absolut im Mittelpunkt des Events. Zahlreiche Diskussionsrunden und ein vielfältiges Workshopangebot im Format „von Lehrer für Lehrer“ halfen dabei, dies erfolgreich umzusetzen. Auch wenn die Teilnehmer aus allen Teilen der Erde stammten und die unterschiedlichsten Fachbereiche von Kindergarten bis Higher Education abdeckten, so zeigten sich doch viele Gemeinsamkeiten. Man war sich stets einig, dass die Digitalisierung Veränderungen mit sich bringen wird, deren Ausmaß heutzutage noch nicht absehbar ist. Eine Gruppe beschäftigte sich beispielsweise mit der „Schule der Zukunft“. Die Diskussion erinnerte mich stark an die Diskussionen im Projekt „Digitale Schule 2020“ der Stiftung Bildungspakt Bayern.

In der Runde zum Thema „Schule der Zukunft“, bestehend aus Künstlern, Schulplanern, Instructional Designern, Web-Pionieren und meiner Wenigkeit als Vertreter des MINT-K12-Bereichs, war man sich am Schluss einig, dass sich Schüler in einer digitalen Welt nur erfolgreich bewegen können, wenn sie sich auch in der analogen Welt zurecht finden. Das Analoge hat und wird immer seine Berechtigung im Schulalltag haben. Wahrscheinlich muss es in Zukunft sogar noch verstärkt im Präsenzunterricht gefördert werden, da sich die Schüler außerschulisch immer mehr in der digitalen Welt bewegen.

Natürlich präsentierte auch Adobe Projekte, an denen gearbeitet wird. In einer Vorstellung wurde uns beispielsweise gezeigt, wie Adobe Sensei (eine Anwendung aus dem Bereich künstliche Intelligenz) helfen kann, Lehrer beim Lehren und Schüler beim Lernen zu unterstützen. Die Ansätze sind sehr vielversprechend und deren Umsetzung würde uns Lehrer von zeitraubenden Routinetätigkeiten befreien und gleichzeitig Freiräume für die individuelle Arbeit mit den Schülern schaffen.

Ein Höhepunkt der Projektvorstellungen war für mich die Präsentation von Ben Forta, der für das Adobe Spark Projekt verantwortlich ist. Leider darf ich noch nichts Genaueres über die Neuerungen, die bald kommen werden, berichten, aber so viel sei gesagt: „Ich bin sehr zufrieden mit dem was ich gehört bzw. gesehen habe und gehe gut gelaunt ins neue Schuljahr :-)“.
Den größten Teil der mehrtägigen Veranstaltung machten jedoch die Workshops der Leader aus. Mark Shufflebottom zeigte zum Beispiel, wie einfach und schnell es zukünftig sein wird VR- und AR-Elemente zu erstellen, sie in in Lernmaterialien zu integrieren und pädagogisch sinnvoll zu nutzen. Sagenhaft, was hier in den nächsten Monaten schon möglich sein wird.

Die aktuellen und kommenden Technologien waren aber nur ein Bereich im Workshopangebot. Ein globales Projekt zum Thema Storytelling spiegelte eine weitere Facette der Adobe Leader Aktivitäten wider und zeigte, wie man die digitalen Möglichkeiten gewinnbringend  zur Völkerverständigung nutzen kann. Schüler aus der ganzen Welt kamen in diesem Projekt virtuell zusammen und arbeiteten an gemeinsamen Projekten. Wie einfach kann globaler Austausch heutzutage sein. Genial!

Die größte persönliche Herausforderung beim AEL Summit war für mich mein eigener Workshop zum Thema „Interactive Spark Videos with H5P„, den ich auf Englisch halten durfte. Die Bude war rappelvoll. Dies machte es für mich definitiv nicht entspannter. Aber Spark ist immer schon ein Zuschauermagnet. Die Anwendungen von H5P.org überzeugten so sehr, dass meine sprachlichen Schwächen (hoffentlich) nicht allzu sehr auffielen. Gott sei Dank!:-)

Ich war überrascht, dass H5P bei den Leadern aus den USA und aus Kanada kaum bekannt war. Alle waren begeistert von den unterschiedlichen Tools und wollten diese gleich nach dem Workshop ausprobieren. Leider ließ es der straffe Zeitplan nicht zu, sich noch intensiver mit dem Thema „Spark und H5P“ auseinanderzusetzen. Man versammelte sich nach der letzten Workshoprunde noch einmal im Adobe Konferenz Saal, um sich danach abschließend mit den Entwicklerteams der einzelnen Softwareanwendungen auszutauschen und Neuerungen auszuprobieren.

Danach war der dreitägige Summit auch schon wieder – viel zu früh – zu Ende. Dies hatte auch der Hauptverantwortliche bei Adobe – Mark Ruppert – erkannt, der daraufhin ankündigte, dass es nächstes Jahr wohl einen längeren Summit in Nordamerika geben wird. Auch wenn das Event nun zu Ende war, so werden die Kontakte zu den anderen AELs nicht abreißen und gemeinsame Projekte sind auch schon in der Planungsphase. Für mich war es der beste Abschluss, den ich mir für mein Sabbatjahr vorstellen konnte. Viele alte Freundschaften blühten wieder auf und viele neue sind entstanden. Ziel in nächster Zeit wird es jetzt sein, die Community in den deutschsprachigen Ländern zu stärken und auszubauen. In Planung sind dazu kostenlose online Kurse auf Adobe Education Exchange kurz edex.adobe.com/de und lokale, kostenlose Fortbildungsveranstaltungen von Adobe für interessierte Schulen. Bin gespannt, wie es weitergeht. Stay tuned!

Digitale Bildung im Seminar – ab dem nächsten Schuljahr geht´s los!

Digitale Bildung im Seminar – ab dem nächsten Schuljahr geht´s los!

Wir sind startklar! An der Realschule am Europakanal in Erlangen wird es ab dem nächsten Schuljahr für unsere Referendare eine zusätzliche Übung Digitale Bildung im Seminar („DiBiS“) geben, die in jeder Schulwoche (Dauer: 45 Minuten) abgehalten wird. Mein Konzept, das ich in einem früheren Blogbeitrag schon auf #BayernEdu skizziert habe, ist nun unter tatkräftiger Mithilfe meiner Seminarkollegen und dem Team „Digitale Schule 2020“ in einen abwechslungsreichen und aus meiner Sicht durchaus praktikablen Wochenplan gegossen worden.

DiBiS – Wochenplan

Ich würde mich über Ergänzungen und weitere Anregungen freuen. Zudem würde mich interessieren, ob das „Projekt“ hier weiter auf #BayernEdu in regelmäßigen Abständen dokumentiert werden soll. Denn eines ist sicher unstrittig: Die Lehrerausbildung ist sicher auch ein wichtiger Schlüssel dafür, wenn „Digitale Bildung“ gelingen soll.

 

Der Weg zu den magischen „d = 0,75“ – Adhoc-Feedback-Tools

Der Weg zu den magischen „d = 0,75“ – Adhoc-Feedback-Tools

Geschlecht, Computerunterstützung und Feedback sind die drei meist untersuchten Faktoren aus der vielzitierten Hattie-Studie. Mit dem Wert „d = 0,75″ ist Feedback, das ich im Folgenden als eine auf Daten basierende Rückmeldung zwischen Personen definieren möchte, der deutlich effektstärkste der drei genannten (Ab dem Wert von d = 0,40 spricht man von einem Faktor, der im Unterricht laut Hattie „gut wirkt“). Insofern lohnt sich also ein Blick darauf, da gerade im „digitalen Klassenzimmer“ es einige Möglichkeiten gibt, Feedback adhoc und anonym einzuholen. Wie immer möchte ich aber hier keine theoretische Diskussion über Feedback anstoßen, sondern fünf Tools und dazu passende Unterrichtsideen vorstellen, die alle die Möglichkeit bieten, den „Weg zu den magischen d = 0,75“ zu bestreiten.

Tool 1: TodaysMeet (Link)

Diese Seite habe ich von Joe Dale auf den Tabletdays zum ersten Mal gesehen. Das Webtool erstellt in Windeseile einen Chatraum, in dem Schüler oder auch Kollegen via Nicknames miteinander kommunizieren können. Probieren Sie es doch einmal aus und diskutieren Sie mit uns. Geben Sie unsere Seite doch einfach mal Feedback!

Tool 2: Answergarden (Link)

Mein persönlicher Favorit ist Answergarden. Mit dieser Website kann man ganz schnell kurze Meinungen (bis 40 Zeichen) abfragen, die im Endeffekt auch eine Brainstormingphase zu Unterrichtsbeginn darstellen kann. Ich lade Sie dazu ein, dass Sie das gleich einmal ausprobieren. Als Test habe ich die Frage Was halten Sie von Quizapps? angelegt. Wir sind gespannt auf Ihre Meinungen zu diesem derzeit heiß diskutierten Thema.

Tool 3: SurveyMonkey (Link)

Wenn es ein professioneller Fragebogen sein soll, mit dem Sie Ihr Feedback einholen möchten, dann könnte Sie SurveyMonkey interessieren. In der kostenlosen Version kann man bis zu 10 Fragen erstellen und unter verschiedensten Fragetypen und Darstellungsformen auswählen. Mit der gleichnamigen App kann man dann auch relativ bequem die Ergebnisse einsehen.

Tool 4: FeedbackSchule (Link) und Edkimo (Link)

Explizit schulische, aber auch z. T. kostenpflichtige Angebote, mit denen in Fragebogenform Feedback eingeholt werden kann, bieten die beiden oben genannten Webseiten. Wie ich vor kurzem auf Twitter erfahren habe, ist Edkimo in NRW für Schulen sogar kostenlos, in Bayern wird wohl FeedbackSchule in Zukunft den Ton angeben, was ich im nächsten Schuljahr detailliert testen werde. Diese Entwicklung zeigt auch, dass Feedback mittlerweile als Unterrichtsbaustein einen hohen Stellenwert erlangt hat und in der Start-Up-Szene als Marktidee platziert wird.

Tool 5: Padlet (Link)

Ein Klassiker, den ich auch gerne zur Hausaufgabenbesprechung oder zur Kommunikation im Klassenzimmer nutze, ist Padlet. Besonders gut gefällt mir das Stream-Feature (Scroll-Ansicht), das Sie gerne hier einmal ausprobieren können. Vielleicht kennen Sie ja noch weitere Apps oder Webseiten zum Thema „Feedback“?

https://padlet.com/embed/ksn1xk5sf6h8

Mit Padlet erstellt

“ target=“_blank“ rel=“noopener“>Padlet – Ergänzungen

Konkrete Unterrichtsideen (Die Zahlen in der Klammer stehen für die Nummer der Tools)

  • Einholen von Vorwissen am Beginn einer Unterrichtsstunde / eines neuen Themenblocks (2)
  • Evaluation des eigenen Unterrichts am Ende einer Unterrichtseinheit / einer Unterrichtsstunde (2,3,4)
  • Auswertung einer Projektarbeit mit Fragebogentool (3,4)
  • Schüler-Feedback untereinander z. B. am Ende einer Gruppenarbeitsphase (5)
  • Fiktiver Chat zwischen literarischen/historischen Figuren (1)
  • Online-Debatte mit ausformulierten Argumenten (1)
  • Präsentation von (analogen) Unterrichtsergebnissen (5)
  • Verknüpfung von analogen und digitalen Inhalten (5)
  • Demokratielernen im Klassenzimmer (Abstimmung über Klassensprecher, Wandertagsziel etc.) (2)
  • Hausaufgabenbesprechung mit Live-Feedback untereinander oder seitens der Lehrkraft (5)

Am Ende bleibt festzuhalten, dass es dank der digitalen Tools wohl nie so einfach war Feedback einzuholen. Wenn dies regelmäßig geschieht und die gezeigten Beispiele, die ja auch über das reine Feedback hinausgehen, Ihnen eine Anregung für Ihren Unterricht gegeben haben, so würde auch ich mich über Ihr Feedback sehr freuen😉!

„Geliefert wie angekündigt“ – #BayernEdu bei dem multilateralen Mega-Event Tablet Days in Rorschach (CH)

„Geliefert wie angekündigt“ – #BayernEdu bei dem multilateralen Mega-Event Tablet Days in Rorschach (CH)

Was kann man schon gewinnen, wenn man eine Edtech-Tagung mit dem Slogan „Grenzenlose Bildung“ ankündigt? Die Erwartungen waren dementsprechend sehr hoch, so dass auch die Fallhöhe je näher man der Veranstaltung kam, sich expandermäßig ausdehnte. Alle relevanten Devices und Firmen, Teilnehmer aus ca. 10 Ländern, ein mondäner Veranstaltungsort am Bodensee und eine Tagungslocation, die 2016 als die beste der Schweiz ausgezeichnet wurde – ein Gesamtpaket, das man so nicht oft geboten bekommt, wenn man den Werbebotschaften der Organisatoren Thomas Rittmann (CH), Andreas Hofmann (D) und Marcel Kaufmann (LIE) trauen wollte.

Wir, Christian Wettke, Ferdinand Stipberger, Wolfgang Schlicht und ich taten es, und vertraten #BayernEdu in Rorschach – eine Entscheidung, die wir alle auch im Nachhinein definitiv nicht bereut haben. Schon die Einstiegskeynote von Kurt Söser gab die Richtung vor. “Pädagogik vor Technik”, “Auf die Lehrer kommt es an”, “Das beste aus der analogen und digitalen Welt miteinander vereinen”, “Learn anytime and anywhere” – das alles waren Zitate, die man sonst von digitalaffinen Lehrern eher selten hört, auch wenn sie auch im 21. Jahrhundert nichts von ihrer Wichtigkeit verloren haben. Ein motivierender Einstieg in die ersten beiden Workshop-Phasen, denen noch kurzweilige Best-Practice-Beispiele im Gewand von 3-Minuten-Vorträgen, genannt “OneBestThing”, vorangestellt waren.

Es wäre an dieser Stelle sicher unfair, irgendwelche Referenten hervorzuheben, aber der Sketchnote-Workshop von Stefanie Maurer, die Actionbounds von Eyk Franz oder auch der Workshop von Marcel Kaufmann zum Thema BreakoutEdu waren in besonderem Maße gewinnbringend für unsere Zwecke. Wolfgang Schlicht, der selbst mehrere Slots durchführte, konnte mit der Adobe-Spark-Familie selbst die eingefleischten Appleianer der Villa Wewersbusch zu außeriOSigen Höchstleistungen in der Videoproduktion anregen. Ein Zeichen, dass das o. g. Ziel der “Grenzenlosigkeit” auch von den Teilnehmern voll verinnerlicht wurde.

Das absolute Highlight der beiden Tage stellte dann aber die herausragende Keynote von Mark Anderson dar. Wie ein walisischer Irrwisch fegte er über die Bühne und brillierte mit seinem gut fundierten Vortrag. “Keep it simple, keep it clean, make it count” – auf diesem Dreiklang fußt Andersons Idee von digitalem Medieneinsatz in der Schule, der auch mal Gimmick sein darf, wenn es dem Lernen dient. Top inspirierend und auch für Newbies sehr motivierend!

An beiden Tagen wurde übrigens – auch das war sehr wichtig – viel Raum für Networking eingeräumt. So konnten wir Bayern uns mit Lehrkräften aus CH, A, LIE, LUX und sogar Thailand austauschen. Gut zu wissen, dass es auch anderswo Mitstreiter bei unserem pädagogischen Steckenpferd gibt!

Kurt Klynen eröffnete dann am zweiten Tag mit seiner Keynote damit, dass “jeder Lehrer ein Designer” sei, dessen Rolle in der Gesellschaft neu gewichtet, nämlich aufgewertet, werden müsse. Mit seinem Projekt “The Joy of professional learning” gibt sein Team Lehrern hilfreiche “Rezepte” für die Integration “digitaler Medien” in pädagogische Methoden und Settings an die Hand. Sicher für viele von uns in der Zukunft einen genaueren Blick wert! An dieser Stelle möchte ich auch den Organisatoren dafür danken, dass ich selbst die Gelegenheit bekam, das mBook einem internationalen Publikum kurz vorstellen zu dürfen.

Mit drei weiteren Workshop-Phasen bekam man dann fast schon zu viel Input und neue Anregungen, die man mit nach Hause nehmen konnte. Es bleibt festzuhalten, dass unsererseits die hohen Erwartungen vollends erfüllt wurden. Die Tablet Days sind ein noch junges, aber innovatives Format, das es sich lohnt, weiterzuverfolgen. Nicht zuletzt deshalb, weil es nicht um Markenpräferenzen und App-Paraden ging, sondern der Lehrende und der Lerner im Mittelpunkt standen.

Schließen möchte ich mit einem Zitat aus der Keynote von Kurt Klynen: “We make the difference – not the tool!”

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

Be a smart teacher – start your Twitter account now!

Be a smart teacher – start your Twitter account now!

Selten hat ein digitales Gemeinschaftsprojekt so eingeschlagen wie der „Twitterspickzettel“ für Lehrende, den die #Edupnx, #BayernEdu and friends (aka „Twitter Edu“) in den letzten Tagen miteinander erstellt haben. Er soll dazu dienen, dass sich noch viele weitere Kollegen, die bisher skeptisch waren oder nicht genau wussten, wozu Twitter gut sein soll, mit uns vernetzen, um die Digitale Bildung voranzubringen.

Wer mehr über die Entstehungsgeschichte erfahren möchte, der kann unter dem angegebenen Link auf dem Blog der Bildungspunks die ganze Geschichte nachlesen.

Zum Herunterladen und Austeilen im Lehrerzimmer gibt es hier die Sketchnote (weltklasse von Marc Albrecht-Hermanns gezeichnet💪🏻) als pdf-Datei: „Twitterspickzettel“

Habt ihr den Zettel schon verwendet oder ihn erhalten und daraufhin euren Account erstellt? Wir freuen uns auf eure Erfahrungen!