Autor: woereal

Einladung zum 1. #BayernEdu-Globinar

Einladung zum 1. #BayernEdu-Globinar

Eine tolle Möglichkeit unsere Arbeit kennenzulernen bietet sich am 11.06. für alle Interessierten bzw. „Freunde der Digitalen Bildung“. Zusammen mit Christian Mayr werde ich bei Globinar-Legende Jürgen Wagner zum Thema H5P referieren. Teilnehmen ist ganz einfach, ihr müsst gar nicht viel tun:

  1. Schritt: Über diesen Link anmelden: Ihr erhaltet dann im Nachgang von Jürgen eine Teilnahmebestätigung und die Materialien sowie hilfreiche Links zur Veranstaltung.
  2. Schritt: Mithilfe der Software/App „Adobe Connect“ könnt ihr dann am Webinar teilnehmen. Tretet als „Gast“ in den Raum ein und gebt bitte den Klarnamen an. Den Link zum Raum findet ihr auch hier in der Webinarbeschreibung.
  3. Schritt: Schaut auch mal in die anderen Webinare rein, die Jürgen organisiert. Gerade auch für Fremdsprachenlehrer wird hier sehr viel angeboten, daher ist die Bezeichnung „Globinar“ auch durchaus berechtigt.
  4. Schritt: Wer sich vorab über H5P informieren möchte, dem sei folgender Artikel empfohlen, den wir zusammen mit Nele Hirsch und Maximilian Vogt verfasst haben.

Letztlich schließt sich hier für mich persönlich ein Kreis. Im Jahr 2014 habe ich das 1. Mal über Twitter von dem Thema „Webinar“ erfahren und dieses Fortbildungsformat sehr schätzen gelernt. Gerade im „Digitalen“ habe ich hier sehr viel Neues erfahren, was mich und meinen Unterricht absolut bereichert hat. Wenn wir von #BayernEdu jetzt hier über dieses Angebot etwas an die Community zurückgeben können, würde uns das sehr freuen.

 

 

 

 

 

 

Advertisements
Die gelassenste Rezension aller Zeiten: Bob Blume „Abc der gelassenen Referendare“

Die gelassenste Rezension aller Zeiten: Bob Blume „Abc der gelassenen Referendare“

„Ein humorvoller Ratgeber für eine leidende Spezies“ – unter diesem Untertitel liegt seit Kurzem im AOL-Verlag der Erstling „Abc der gelassenen Referendare“ des im absolut positiven Sinne online-omnipräsenten Bob Blume vor. Für meine Rezension beschloß ich daher Blumes Vorschlag wörtlich zu nehmen und eine gelassene Rezension an einem meiner Lieblingsorte zu verfassen. Möge das Experiment beginnen…

Blume, ein bloggender Lehrer, der sympathisch-witzig auf Twitter das (pädagogische) Weltgeschehen kommentiert, behandelt in seinem 119 Seiten starken Werk, eines seiner Lieblingsthemen – das Referendariat mit all seinen Facetten. Wie in seinem immer hörenswerten Podcast „Der Referendarsflüsterer“ legt er dabei aber weniger Wert auf Horrorgeschichten oder auf übertriebene Panikmache. Vielmehr zeigt er in klarer, verständlicher Sprache auf, welche Strategien es benötigt, um die Ausbildung zum Lehrer „gelassen“ zu bewältigen. Unter den jeweiligen Anfangsbuchstaben, die teilweise auch doppelt besetzt werden, kann man Wissenswertes über „Computereinsatz“, „Schulleitung“, „Lehrproben“ oder „Zusammenarbeit“ erfahren. So weit, so gewöhnlich. Den „Mehrwert“ macht aber die Diktion der „Lexikoneinträge“ aus. So sind alle Kapitel, die bei Bedarf auch gut einzeln zu lesen sind, immer von einer konstruktiven Wertschätzung geprägt, die auch bei schwierigeren Themen wie „Durchfallen“ Perspektiven aufzeigt. Hier schreibt jemand, der seinen Beruf liebt und möchte, dass auch andere davon angesteckt werden. Genau dies geht üblichen Einführungsbüchern nämlich zuweilen ab, da diese doch immer wieder ins Fach(didaktische) abdriften und es letztlich entweder um Formalia oder „nur“ um guten Unterricht geht.
Blume zeigt in seinem Werk aber sehr treffend auf, dass zum Lehrerberuf auch, nennen wir sie „soft skills“, dazugehören. Erst wenn z. B. „Jeder mitgenommen wird“ und man als Referendar sein Wirken einer „Reflexion“ unterzieht, wird das Ganze nicht zur „Qual“ und es entsteht die nötige Qualität, um auch den „Fachleiter“ überzeugen zu können. Auch neu ist der Fokus auf Themen wie „Ordnungssysteme“, „Planung“ oder „Verwaltungsarbeit“, die oftmals sicher auch der Grund sind, warum man sich als Referendar nicht allzu „gelassen“ zurücklehnt, sondern „Gruppendruck“ und den „Besuch“ fürchtet. Alles gehört irgendwie zusammen und genau das erfährt man in diesem Buch, das mit witzigen Illustrationen (Zeichner: Stefan Quandt) aufgelockert wird.

Ich würde dieses Buch auf jeden Fall z. B. Studienseminaren als ein passendes Einstiegsgeschenk empfehlen, die ihren Referendaren einerseits die „Wahrheit“, aber andererseits auch die „Einzigartigkeit“ dieses Berufes näherbringen wollen. Auch wenn Blume zuweilen subjektiv argumentiert, kann ich doch fast alle Aussagen aus meiner Erfahrung heraus unterschreiben. Es wäre sicher spannend die Reihe noch fortzuführen, denn es gibt noch genügend „Buzzwords“ aus der Lehrerausbildung, die endlich einer kritisch-humorvollen Analyse unterzogen gehören.

In eigener Sache: Ich hoffe, dass mein Experiment einigermaßen geglückt ist. Mein Kaffee ist nun ausgetrunken und ich mache mich nun wieder an die Arbeit. Denn ein Lehrer ist zwar nie wirklich „fertig“, hat aber dafür auch stets viel Freude an seinem Beruf, wenn er die nötige Gelassenheit an den Tag legt.

Rezension: „Schwimmen lernen im digitalen Chaos“

Rezension: „Schwimmen lernen im digitalen Chaos“

Nonsens, Hoax, Fake News, Verschwörungstheorien – das Netz ist so voll von derartiger „Informationsverschmutzung“, dass Philippe Wampfler, einer der profiliertesten Experten zu Fragen der digitalen Bildung, in diesem Monat ein neues Buch über dieses Phänomen vorgelegt hat. Unter dem Titel „Schwimmen lernen im digitalen Chaos – Wie Kommunikation trotz Nonsens gelingt“ wird auf 156 interessant zu lesenden Seiten auch eine Art Programm zum Umgang mit „Nonsens“ entworfen, das gerade auch im schulischen Kontext für Eltern, Lehrkräfte und Schüler erste Handlungsempfehlungen offeriert. Daher beschäftigt sich #BayernEdu in seiner 1. Rezension etwas ausführlicher mit dieser Neuerscheinung:

Wampfler, das merkt man gerade am Anfang des Buches, ist ein Vollblutwissenschaftler, der gerne definiert, abgrenzt und seine Thesen mit aktuellen Beispielen veranschaulicht. Man erwartet bei diesem Thema natürlich Bezüge zum vergangenen US-Wahlkampf (Stichwort „Pizzagate“) und bekommt diese auch geliefert. Sein Fokus liegt aber zunächst auf der Begrifflichkeit „Nonsens“, der er das Konzepts des „Bullshits“ (Reden, ohne wirklich etwas zu sagen) und der momentan sich in aller Munde befindlichen „fake news“ (fabrizierte Meldungen mit Täuschungsabsicht) gegenüberstellt. „Nonsens“ ist für Wampfler eine Art Oberbegriff. Es geht nämlich letztlich bei jeglicher derartiger Äußerung darum, dass Menschen bei ihrer Informationssuche verunsichert werden, wenn sie den „Nonsens“ nicht als diesen erkennen können. Das mag es auch in analogen Zeiten schon gegeben haben. Heutzutage sind User aber Prosumierende und verbreiten diesen Nonsens auch unreflektiert, was auch zur derzeitigen Medien- und Vertrauenskrise gegenüber Eliten beigetragen hat. So weit, so richtig.

Daran anschließend werden gesellschaftliche Faktoren der „Nonsens-Produktionsmaschinerie“ analysiert. Die technischen Voraussetzungen Nonsens ins Netz zu stellen sind spürbar niederschwellig, wie eindrucksvoll an der Seite Channel23News.com illustriert wird. Eine veränderte Medienlandschaft (wiederum am US-Beispiel gezeigt, warum eigentlich nicht einmal an einem anderen, weniger bekannten Beispiel?) und die schwindende mediale Sicherheit sind der Output dessen. Wirklich interessant zu lesen sind die Kapitel zu den Hintergründen der „Kommentarkultur“ im Netz, die Wampfler mit dem reißerisch-korrekten Begriff „Meinungspornografie“ umschreibt. Das ehemalige Schreibkonzept der Netiquette ist tot, da das Explizite, die Inszenierung und der Tabubruch mehr Klicks und Aufmerksamkeit bringen. Technikkonzerne profitieren davon genauso wie auch der Schreiber selbst – und auch manche Newsportale sowie Politiker sind sich dieser „verbalen Spirale“ bewusst. Das Problem dabei ist, wir verlassen uns, so Wampfler, bei der Informationsgewinnung zunehmend lieber auf unser Bauchgefühl als auf Expertisen („Wahr ist, was sich wahr anfühlt.“), gerade dann, wenn die Fakten unsere eigene Handlungsweise (Verhalten wir uns so, dass wir aktiv etwas gegen den Klimawandel tun?) in Frage stellen. Ein weiterer Grund, warum wir Nonsens so oft auf dem Leim gehen, liegt dann auch an der eigenen Online-Eitelkeit oder an der Tatsache, dass es mittlerweile Untersuchungen zu einer sog. „Digitalen Konzentration“ gibt. Menschen verarbeiten mehrere Reize routiniert, aber oberflächlich und es wird weniger tiefgründig darüber nachgedacht. Eine Tatsache, die es prinzipiell auch beim digitalen Unterrichten zu beachten gilt und dem Nonsens natürlich ebenso Tür und Tor öffnet.

Bis zu diesem Zeitpunkt kann man dem Buch wenig vorwerfen. Letztlich sollte man aber auch berücksichtigen, dass der Leser schon ein wenig Vorwissen haben muss, um allen Begriffen und Konzepten folgen zu können. Aber Wampfler hat dies wohl absichtlich derart gestaltet um seinen „Schwimmkurs“, damit Kommunikation im Netz gelingen kann, im 2. Teil des Buches ab Seite 91 etwas populärwissenschaftlicher formulieren zu können. Diese Tipps sind dann auch recht hilfreich (Fragen stellen, Empathie zeigen, sein eigenes PLN aufbauen, weniger Push-Mail – mehr Slow News, Filtersouveränität beweisen), haben bewussten Sammel- bzw. Aufzählungscharakter und bieten auch praktische Beispiele, wie man diese Vorschläge in die Tat umsetzen kann. Hier ist Wampfler trotz seiner sicher eigenen Bedenken etwas toolifiziert unterwegs, was aber der Sache keinen Abbruch tut, wenn man den „Schwimmkurs“ auch als eine Art Ratgeber liest. Nach einem kritischen Exkurs zur Rolle der Medien und der Ideenentwicklung eines Trust Centers, an das sich Journalisten und Publikum wenden können, wenn sie Nonsens wittern, kommt dann Wampfler noch auf die Rolle der Schule zu sprechen.

„Lernen mit 4K“ – unter diesem Kapitel subsumiert Wampfler vieles, was ihm, ganz zurecht spricht hier der besorgte Pädagoge, am derzeitigen Schulsystem stinkt. Die Digitalisierung bedroht das System Schule als Ganzes, da sie nicht mehr der einzige Ort der Wissensvermittlung ist. Prüfungen werden dennoch nur auf Gelerntem basierend konzipiert, eine wirkliche Kompetenz und Eigenleistung ist das nicht. Anhand der Bildungsvision der OECD 2030 stellt Wampfler gerade auch in den „Nonsens-Kontext“ die Ideen der 4K in den Vordergrund. Allerdings bleiben die Beispiele doch eher allgemein gehalten. Das Beispiel Projektarbeit „Ramen-Nudeln“ (Aufgabe: Lernende sollen Ideen entwickeln, wie diese besser schmecken oder gesünder werden) benötigt zwar die 4K in Reinkultur, ist aber im traditionellen Unterrichten momentan nur schwer durchführbar. Es wäre wünschenswert, wenn hier auch realistischere Beispiele für eine normale Unterrichtssequenz oder -stunde genannt worden wären. Letztlich sind die 4K ja ein Schlüssel zum Bekämpfen des vorliegenden Problems. Es ist daher doch unabdingbar auch unter den gegebenen schulischen Bedingungen damit zu starten und nicht auf die alljährliche Projektwoche zu warten.

Letztlich schließt das Buch damit, dass es eben heutzutage nicht mehr so leicht möglich ist, Nonsens im Netz zu erkennen. Es bedarf daher einer Thematisierung und der Anstrengung aller Beteiligten, um das Phänomen immer wieder aktiv in den Fokus zu rücken, denn eine digitale Askese, z. B. im Spitzerschen Duktus, ist weder hilfreich noch in der heutigen Zeit möglich.

Fazit: Wampfler kann flüssig, gehaltvoll und gut belegt schreiben, ohne als digitaler Oberlehrer rüberzukommen. Eine Grundahnung beim Leser vorausgesetzt, kann das Buch, das 29 € kostet und im Stämpfli Verlag erschienen ist, einen wertvollen Beitrag zur Debatte „Nonsens im Netz“ leisten, Denkprozesse anstoßen und ein Bewusstsein dafür schaffen, dass man, gerade auch als Lehrkraft etwas dagegen tun kann, wenn man die Hintergründe kennt. Ich würde mir allerdings wünschen, dass die schulischen Aspekte noch ausführlicher in konkrete 4K-Unterrichtsideen umgesetzt werden würden, wenn auch klar sein muss, dass das Buch nicht explizit für Lehrer verfasst wurde. Im Rahmen einer DiBiS-Sitzung werde ich das Thema anhand des Buches wieder aufgreifen.

Krommer vs. Wörner – ein Duell um die Digitale Bildung, das keines war

Krommer vs. Wörner – ein Duell um die Digitale Bildung, das keines war

Sie werden von diesem Artikel enttäuscht sein, wenn Sie Freund von zwischenmenschlichen Scharmützeln, Debatten unter der Gürtellinie oder rein polemischen Diskursen sind. Denn all das war es nicht, was sich am letzten Montag (13.11.) an der FAU Erlangen-Nürnberg abspielte.

Gerne war ich der Einladung Axel Krommers, DEM advocatus diaboli in Sachen Digitale Bildung im deutschsprachigen Raum, gefolgt, meine Idee von digitalem Deutschunterricht in seinem Seminar „Deutschunterricht unter den Bedingungen der Digitalisierung“ vorzustellen. Und das obwohl mir manche abgeraten, andere mir wieder Mut gemacht hatten. Zu weit schienen unsere #BayernEdu-Praxis-Konzepte von der von vielen Twittervordenkern erwünschten „Digitalen Bildung“ entfernt. Letztlich mussten sich einige von uns sogar den Vorwurf gefallen lassen, dass sie z. B. im Rahmen des Flipped Classrooms eine Art „palliative Didaktik“ betreiben würden. Darunter versteht Axel Krommer u. a., dass das Abspielen von Lernvideos eher den traditionellen Frontalunterricht unterstützt und zudem überholte didaktische Ideen unbewusst immer weiter tradieren. Kurz: Wir erhalten damit in gewissem Sinne das alte Schulsystem und graden alten Wein in neue Schläuche up, anstatt die gesamten Potenziale der Digitalisierung im Unterricht auszunutzen. Aus Krommers Sicht im Prinzip ein Krisenszenario, …

… welches ich ein Stück weit aufbrechen konnte. Im Gespräch zeigte sich, dass Theorie und angewandte Praxis durchaus weit voneinander entfernt sein können und die Rahmenbedingungen dabei eine sehr große Rolle spielen. Diese Diskrepanz konnte aber aufgebrochen werden. Ein QR-Code auf einem Arbeitsblatt ist für viele Lehrkräfte zunächst mal eine gute Möglichkeit ins Thema einzusteigen und führt in vielen Fällen auch dazu, dass Kollegen „sich auf den Weg machen“. Ein LearningSnack sinnvoll ins Unterrichtsszenario integriert und dann in einem nächsten Schritt von den Schülern selbst erstellt, bringt die 4K in den Unterricht und schult nicht nur digitale Kompetenzen. Der Grundsatz „Ergänzen statt Ersetzen“ wurde von allen Anwesenden als ein derzeit gangbarer Weg für gut befunden.

Wo Krommer recht hat, ist aber auch die Tatsache, dass das digitale Prüfen noch in den Kinderschuhen steckt und einen spannenden Forschungs- und Entwicklungsansatz des digitalen Deutschunterrichts darstellt. Hier konnte ich nur ansatzweise gute Ideen benennen, die sicher nicht der Weisheit letzter Schluss sind.

Als Output unseres Joint-Venture vereinbarten wir, dass im Seminar in den nächsten Wochen mit der Unterstützung von Christian Albrecht (wissenschaftl. Mitarbeiter) die Studenten Ideen zum Digitalen Prüfen einer Erörterung erarbeiten, die ich dann mit meiner Deutschklasse im nächsten Schuljahr erproben werde. Eine tolle Sache, die vielleicht Modellcharakter haben könnte. So wurde unser Treffen zu einem Duell, das keines war. Aber eine Verzahnung zwischen den beiden Einrichtungen Universität und Schule ist ja auch kein so schlechter Ertrag, so dass sich zumindest meine Enttäuschung am Ende des Tages in Grenzen hielt.

#GDM17 – die besondere Bildungstagung im oberbayerischen Silicon Valley

#GDM17 – die besondere Bildungstagung im oberbayerischen Silicon Valley

Eichstätt – die beschauliche Barockstadt, die so weit vom Schuss liegt, dass sie einst sogar Napoleon in seinem Eroberungsfeldzug aufgrund eines Nebelschleiers übersah, steht wie kein zweiter bayerischer Standort für digitale Bildungsinnovationen. Unter dem etwas sperrigen Titel „Mixed Reality und die Zukunft des Lernens – Zukunftstechnologien für Bildungskontexte“ fand unter der Federführung des Instituts für digitales Lernen eine hochkarätige Tagung statt, die sich spürbar erfrischend von allen anderen Veranstaltungen aus diesem Bereich abhob. Zum einen lag das an den ca. 100 Teilnehmern, die aus allen möglichen digitalen (Bildungs-)Bereichen stammten, zum anderen aber auch an der locker-flockigen Atmosphäre, die durch den herrlich schrullig-nerdigen Moderator Dominic Possoch erzeugt wurde.

Insgesamt acht kurze Keynotes und ein Panel, an dem Josef Buchner, Nina Toller und ich teilnahmen, boten ein ziemlich straffes, aber auch abwechslungsreiches Programm, das viele neue Gedanken und Anknüpfungspunkte bot, über die Digitalisierungstrends VR, AR, MR und deren Einfluss auf Bildungsszenarien nachzudenken. Klar wurde bei allen Vorträgen: Wir sind mittendrin in einer spannenden Zeit, die das Lernen und Lehren nachhaltig verändern wird, wenn auch noch nicht klar ist (und auch gar nicht sein kann), welche Trends sich letztendlich durchsetzen werden (und wie diese dann in der Schule ankommen werden, ist sicher noch eine ganz andere Frage). 

Was stach nun heraus und lohnt sich auch in diesem Beitrag zu erwähnen? Da wäre zunächst einmal die hervorragende Keynote von Dr. Marcus Ventzke zu nennen, der sich dem Thema Virtual Reality bildungsphilosophisch näherte. Dass der Mensch das einzige Lebewesen ist, das echte „Virtualität“ erleben, erzeugen und erdenken kann, mag zunächst banal klingen, könnte gerade auch gegenüber Kritikern des Themas ein stichhaltiges Gegenargument liefern. Was für Kinder noch in Ordnung ist (Leben in Phantasiewelten), wird mit zunehmendem Alter als „Spinnereien“ abgetan. „Warum eigentlich?“, stellte Dr. Ventzke in den Raum.

Wie das Thema in der Schule angegangen werden kann, zeigte anhand eines konkret durchgeführten Biologie-Projekts Dr. Susanne Rupp vom Cornelsen Verlag. Sicher ein guter Ansatz, wenn man den Schülermeinungen zur virtuellen Unterrichtssequenz „Verdauungssysteme“ Glauben schenken darf. Etwas mehr Zutrauen in das freie Arbeiten der Schüler wäre hier aber durchaus noch zu integrieren. Trotzdem stellt das Konzept einen der ersten deutschsprachigen Ansätze dar, die VR ins Klassenzimmer bringen können und das auch für einen akzeptablen finanziellen Aufwand, wenn die nötigen Devices bei den Schülern vorhanden sind.

Nach der Mittagspause wurde es dann fast schon kontrovers, als es in zwei aufeinander folgenden Vorträgen um 360-Grad-Videos und VR-Content ging. Hier zeigten sich diverse Anwendungsmöglichkeiten auch im schulischen Bereich, gerade wenn man an das Thema „Exkursionen“ denkt. Außerdem wurde klar, noch sind die erst genannten Angebot der VR-Technik auch ökonomisch noch überlegen, das ausgerufene Jahr der Virtuellen Realität“ 2017 hat so nicht stattgefunden. Auch das „bessere Storytelling“ könnte momentan noch für 360-Grad-Angebote sprechen, auch wenn das Lernen mit VR einiges an Potential bietet. Das prinzipielle Problem der Zukunftsvorhersagen in der digitalen Welt erläuterte dann Johannes Klingebiel in der für meine Begriffe besten Keynote der Tagung. Ein kleine Handreichung, wie wir die Trends der Digitalisierung vielleicht doch ein wenig genauer verstehen und vorhersagen können, rundete diesen Teil der Tagung passend ab.

Im letzten Teil wurde es dann didaktischer. Josef Buchner zelebrierte mit der ihm eigenen alpenländischen Souveränität seine Ideen zum Einsatz von Augmented Realitiy im Klassenzimmer vor dem staunenden Publikum. Plötzlich erscheinende Dinosaurier gepaart mit konkreten Unterrichtseinsätzen aus dem Fach Geschichte zum Thema „Hexenverfolgung“ bewiesen überzeugend, dass auch wenig technikaffine Lehrer selbst mit AR produktiv werden und ihre Stunden damit „upgraden“ können. Nicht zuletzt deshalb, da Buchner dokumentierte, dass sich die subjektiven Effekte auch wissenschaftlich-objektiv nachweisen lassen.

Es bleibt zu hoffen, dass sich auch zu #GDM18 wieder ein derartig hochkarätiges Programm zusammenstellen lässt (Benjamin Heinz, wir zählen auf dich und kommen wieder). An der Präsenz von #BayernEdu wird es sicher auch im nächsten Jahr nicht mangeln, da aufgrund der guten Zugverbindungen und moderner Navigationsgeräte der napoleonische Fauxpas sich sicher nicht wiederholen wird.

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

„FlippedMathe“ unterwegs – „Oktober – der goldene Monat der Digitalen Bildung?“

„FlippedMathe“ unterwegs – „Oktober – der goldene Monat der Digitalen Bildung?“

Der März und der Oktober – irgendwie sind das die Monate, in denen die meisten Tagungen zu Bildungsthemen stattfinden. Zumindest solche, zu denen ich eingeladen werde. Das hatte zur Folge, dass ich innerhalb von sieben Tagen an fünf Veranstaltungen teilnahm, elfmal Vorträge hielt und nur an einem Tag keinen Unterricht an meiner Schule gehalten habe. Aber was bleibt außer einem erschöpften Referenten? Das ist für mich die große Frage, die ich mir in diesem Blogbeitrag stellen möchte.

Wann geht’s los?
Nun kann man getrost von Aufbruchstimmung sprechen, so viele Teilnehmer an Tagungen hatte ich selten gesehen. Ok, einige kamen vielleicht auch gezwungenermaßen, aber bei vielen konnte ich sehen, das Thema „Digitalisierung“ kommt in der Schule und auch bei den einzelnen Lehrern an. In Bayern sollen jetzt Gelder zur Verfügung gestellt werden, wenn Schulen mit einem Medienkonzept ihre Umsetzung benennen könne. „Tolle Idee, lasst uns alle ein Medienkonzept schreiben.“ „Aber Moment, was schreiben wir da rein?“

Schaut man sich die Realschule am Europakanal in Erlangen an (Keynote Markus Bölling in Neunburg vorm Wald), dann gibt es zahlreiche tolle und vor allem wertvolle Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten, wenn man die passende Technik im Haus hat. Zu Recht betont da Staatssekretärin Koch-Kupfer bei der Tagung in Wolmirstedt (Sachsen-Anhalt), dass wir zuerst die technischen Voraussetzungen an Schulen gegeben haben müssen, bevor es losgehen kann.

„Moment“, ruft da der Bildungsexperte und charismatische Josef Buchner dazwischen: „Wer plant und gestaltet denn die Pädagogik neu? Wir können doch nicht einfach Technik vor Pädagogik setzen!“ Recht hat er. Aber was schreiben wir denn jetzt in unseren Medienentwicklungsplan? Wenn wir keine ersten „Feldversuche“ machen, laufen wir Gefahr, alten Wein in neue Schläuche zu pressen. Wenn manche erste Versuche machen, dann hören sie vielleicht schnell wieder auf, weil die Technik (noch) nicht reibungslos läuft. Überhaupt: Dürfen wir überhaupt Technik einsetzen, wenn doch alles digital dement macht? Dr. Astrid Carolus nahm sich in Diedorf engagiert die Thesen von Spitzer vor, um zu zeigen, wie wenig wissenschaftlich haltbar seine Argumente sind.

19BE8019-D537-4A47-8597-C21470E3C998

Oft wird an dieser Korrelation- und Kausalzusammenhang vermischt und zu den eigenen Gunsten ausgelegt. Nachdem sie das anhand einiger Beispiele konkret veranschaulicht hatte, gab es eine Wortmeldung einer Teilnehmerin: „Ich kann das nicht bestätigen, was sie sagen. Ich kenne eine Schülerin, die ist depressiv geworden, weil sie ein Smartphone hatte.“ Auch Frau Carolus fehlten anschließend ein wenig die Worte, aber dies ist das Spannungsfeld in der Lehrerschaft.

Am besten gefiel mir hier der Satz von unserem Staatssekretär Eisenreich:

8466E259-2070-41AF-8270-F565F8971878

Muss alles digital sein? Nein! Aber das darf auch keine Ausrede sein, ausschließlich auf das Analoge in der Schule zu setzen. Wir sind im Jahr 2017. Wer jetzt glaubt, Schule muss der letzte Ort des ausschließlich Analogen sein, der entzieht sich auch ein wenig der Realität, auf die er als Lehrer seine SchülerInnen ja vorbereiten sollte. Es geht nicht um ein entweder/oder, sondern ein sowohl/als auch, aber das bei jedem Fach und jeder Unterrichtsstunde.

Alles digital oder was?
Die Frage, was am Schluss bleibt, kann ich abschließend immer noch nicht klären. Gehen alle zurück in den Unterricht und denken sich: „Schön, aber ich brauche erst einmal… bevor ich anfange?“ Oder werden die Impulse weitergetragen? Am Ende bleibt Lehre individuell und ist von pädagogischer Freiheit geprägt, dementsprechend ist die Änderung der Bildung unter den Voraussetzungen der Digitalisierung vorerst weiter zufällig. Das Erreichen von besonderen Kompetenzen wie von der KMK empfohlen kann ich ja auch analog erreichen (sagte ein Schulleiter auf einer dieser Tagungen). Schaut man hinter die Kulissen einiger „Leuchttürme“ (auf Lehrer- wie auf Schulseite), merkt man oft: da steht gar keine Praxiserfahrung dahinter, ein Unterrichtseinsatz findet gar nicht statt, man lotet nur die theoretische Umsetzung aus – immer noch.
Wollen wir eine veränderte Bildung, dann brauchen wir Praxiserfahrung, reflektiertes Feedback von wissenschaftlicher Seite, eine technische Grundausstattung und das am besten gleichzeitig. Ich gehe jetzt erst einmal in die Ferien, alles gleichzeitig geht halt nicht. Aber die Tagungen haben gezeigt: Es hat angefangen und wird weitergetragen.

Chronologie der Tagungen: Fr, 20.10.: Schulentwicklungstag in Diedorf: Alles 4.0? Keynote Dr. Astrid Carolus + Staatssekretär Georg Eisenreich
Sa, 21.10.: #realdigi17: Lehrerfortbildung in Neunburg vorm Wald (genial organisiert von Ferdinand Stipberger und seinem Team -> mein Highlight) Keynote: Markus Bölling und Tobias Schnitter
Mo, 23.10.: E-Session zum Flipped Classroom als Auftakt zu einer einmonatigen Schulung im Moderierten Online-Seminar
Di, 24.10.: Grundschullehrertag Babenhausen -> (oft habe ich das Gefühl, dass die GS-Lehrer mit den Zielen der Digitalisierung, wie Individualisierung etc. am meisten anfangen könne, technisch aber die am wenigsten passenden SchülerInnen dazu haben) keine Keynote, sondern 20-minütige Blitzlichter
Do, 26.10.: Lernräume digital gestalten in Wolmirstedt als Fortbildung in einer Schule, die neben WLAN auch das Raumkonzept zu Ende gedacht hat. Keynote: Prof. Dr Reppeninge

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

 

„Schüler sollen kritische Gestalter, nicht bloße Consumer sein“ – ein Gespräch mit Jürgen Drewes

„Schüler sollen kritische Gestalter, nicht bloße Consumer sein“ – ein Gespräch mit Jürgen Drewes

Das Deutsche Lehrerforum ist schon wieder Geschichte – unser Bericht darüber ist auf #BayernEdu ja bereits erschienen. Neben dem tollen Programm konnte ich auch die Gelegenheit nutzen, um unsere beliebte Interviewreihe fortzusetzen. Mit besonderer Freude konnte ich Jürgen Drewes für ein kurzes Gespräch gewinnen. Auf seinem Blog schildert er, wie ich finde sehr anschaulich und praxisnah, seine Erfahrungen beim Arbeiten mit einer Tabletklasse. 

 

#BayernEdu: Wer ist Jürgen Drewes? Was macht er und vor allem wofür steht er pädagogisch?

JD: Ich bin seit 1990 Lehrer und unterrichte die Fächer Deutsch, Katholische Religion und Sport an der Bischöflichen Clara-Fey-Schule, einer Realschule und einem Gymnasium. Ich bin Vater von zwei Kindern, 10 und 16 Jahre alt. 2013/14 habe ich mich zum Medienpädagogen weitergebildet, weil der Anachronismus zwischen dem althergebrachten Schulsystem und der „draußen“ vorherrschenden Realität auf mich so deutlich wirkte, dass ich mögliche Schnittmengen erkunden wollte. Eins kam zum anderen, vor allem eine technikaffine Schulleitung, und so starteten wir 2016 das Pilotprojekt Tabletklasse, das ich seitdem leite. Alle Schüler*innen arbeiten täglich in (fast) allen Fächern mit 2-in-1-Geräten.

#BayernEdu: Deinem Blog kann man entnehmen, dass du vor allem in Tabletklassen unterrichtest und dort sehr viel pädagogisches Herzblut investierst. Warum habt ihr euch an der Schule dafür entschieden? Schildere unseren Lesern doch bitte kurz deine Erfahrungen!

JD: Die Digitalisierung bestimmt mehr und mehr unser Leben, Schüler*innen nutzen Tutorials, um sich Informationen zu beschaffen. Lehren und Lernen haben sich stark verändert: Während ich „früher“ die Klasse betrat, um mit allen am selben Text dieselben Fragestellungen in derselben Zeit zu besprechen, stelle ich mich heute auf die jeweiligen Arbeitsbereiche der Schüler*innen jeweils neu ein. Eigenständiges, selbst bestimmtes Lernen hat nun einen viel höheren Stellenwert. Unsere Arbeit auf einem Wiki ermöglicht vielfältige Kollaborationen. Peer-Feedback aktiviert zahlreiche Kompetenzen, die Schüler*innen sind hoch motiviert.

#BayernEdu: Habt ihr an eurer Schule eigentlich ein Medienkonzept? Welche Punkte sind dir davon persönlich besonders wichtig?

JD: Unser Medienkonzept wird durch die neuen Erfahrungen in den Tabletklassen – seit Beginn des Schuljahrs haben wir eine zweite gegründet – stets aktualisiert. Besonders wichtig ist für mich die Förderung des kritischen Bewusstseins der Schüler*innen, damit sie nicht bloß willige Consumer, sondern kritische Gestalter des Netzes sein können. Aus diesem Grunde haben wir u. a. Medienscouts ausgebildet, die Schüler*innen (und Eltern) über Themen rund um die Sicherheit im Netz informieren.

#BayernEdu: Du unterrichtest ja auch Religion. Ketzerisch gefragt: Braucht man da wirklich Tablets?

JD: Die face-to-face-Begegnung im Religionsunterricht ist durch nichts zu ersetzen, sie ist die Grundlage vertrauensvollen Lernens. Digitale Medien können darüber hinaus einen zeitgemäßen RU bereichern, z. B. durch den Einsatz digitaler Programme, wie der Erstellung von Wortwolken, der Aufnahme von Standbildern, Videos, Audios. Auch die Kollaboration, wie sie nur mit digitalen Medien möglich ist, fördert die Ziele eines zeitgemäßen RU.

#BayernEdu: Siehst du Risiken beim digitalen Arbeiten, für die du bisher noch keinen Lösungsansatz gefunden hast?

JD: Der (weltweite) Bildungsmarkt bietet ein Riesengeschäft. Der Apple-Konzern hat das als erster verstanden, Google folgte, Microsoft etwas später ebenfalls. Diese ökonomischen Interessen drohen die wichtigeren pädagogischen zu verdrängen. Die Freiheit und Verantwortung der Lehrenden, z. B. ohne Vorauswahl und Bedingungen Lernmaterial auswählen zu können, muss gewahrt bleiben.

#BayernEdu: Auch in Sachen Lehrerfortbildung bist du ja aktiv. Welche Aufgaben und Themen interessieren dich in diesem Bereich besonders?

JD: Ich arbeite seit 25 Jahren als Regionalbeauftragter für das Katechetische Institut in Aachen und bin dort regional verantwortlich für Lehrerfortbildungen. Ich biete selbst Fortbildungen zum Thema „Digitale Medien im Religionsunterricht“ an und möchte diesen Bereich zukünftig angemessen fördern.

#BayernEdu: Wir befinden uns ja gerade auf dem Deutschen Lehrerforum. Dein bisheriges Fazit zur Veranstaltung? Braucht die “digitale Bildung” bundesweite Treffen wie diese?

JD: Diese Treffen sind besonders wichtig zur persönlichen Vernetzung: In vielen Schulen sind wenige Pioniere dabei, Erfahrungen mit dem Einsatz digitaler Medien zu sammeln. Um diese Vereinzelung zu durchbrechen, kann man auf solchen Treffen viele kompetente und inspirierende Menschen kennenlernen.

#BayernEdu: Kannst du unseren Lesern Tools oder Apps nennen, mit denen du besonders gerne und effektiv arbeitest?

JD: Da wir uns bewusst für die Windows-Welt entschieden haben, arbeiten wir (in meinen Fächern) mit allem, was Microsoft zu bieten hat, auch den kostenlosen abgespeckten Online-Versionen. Die meisten meiner Schüler*innen arbeiten jedoch mit OpenOffice-Programmen. Apps, die gerne genutzt werden, sind z. B. Padlet und PicCollage.

#BayernEdu: Jedes Interview bei uns endet mit 5 Halbsätzen, die du bitte vervollständigst!

  • Eine gute Unterrichtsstunde ist für mich dann erreicht, wenn die Schüler*innen (einzeln oder miteinander) kreativ arbeiten und kritisches Bewusstsein im Umgang mit Medien entwickeln.
  • Ich blogge gerne, weil der Austausch mit Interessierten bereichernd ist.
  • Digitale Prüfungsformate sind bisher absolute Mangelware und müssen schleunigst her, um die Arbeit mit digitalen Medien sinnvoll und sachgerecht zu ergänzen.
  • Gerade das Fach Deutsch kann viel im Rahmen der Digitalen Bildung leisten, da das Verstehen und Formulieren von Texten eine fundamentale Grundlage persönlicher Bildung und des Netzes sind.
  • #BayernEdu wünsche ich, dass ihr euch weiterhin so rege, kompetent und inspirierend austauscht und damit weitere Interessierte ansteckt!

#BayernEdu: Danke für das Gespräch! Wir wünschen dir für deine Arbeit weiterhin viel Freude und freuen uns auf weiteren Austausch mit dir.