#BayernEdu – wer sind wir, was wollen wir, wozu gibt es das?

#BayernEdu – wer sind wir, was wollen wir, wozu gibt es das?

Von einer Idee bis zur Realisierung dauert es normalerweise in Deutschland etwas länger – die neverending Bauarbeiten am Berliner Flughafen dienen hierfür als gutes Beispiel.

Wie schnell sich im Zeitalter der Digitalisierung Ideen verbreiten und eine gewisse Eigendynamik erreichen, konnte man in den letzten Wochen gut „auf Twitter“ beobachten. Von Ferdinand Stipberger ins Spiel gebracht, entwickelte sich rasch der Wunsch nach einem gemeinsamen Hashtag, der die Digitale Bildung auch aus bayerischer Perspektive beleuchtet will (die bisher, wenn man die Diskussionen auf den gängigen Plattformen so betrachtet, eher unterrepräsentiert war). Nach einer kurzen Etherpad-Umfrage war klar – #BayernEdu war geboren. Im Folgenden sollen Interessierten die Hintergründe dazu erläutert und explizit zum Mitmachen aufgerufen werden, denn eines ist sicher – #BayernEdu ist kein neuer #Edchatde und keine Regionaldigitalbildungsmeisterschaft.

Wer wir sind?

Das Gros unserer „Mitglieder“ besteht zunächst einmal aus den Beteiligten des derzeit laufenden Schulversuchs „Digitale Schule 2020“ (http://bildungspakt-bayern.de/digitale-schule-2020/). Gerade die beiden Realschule aus Schöllnach und Erlangen zeigen die Vielschichtigkeit und die große Bandbreite der Beteiligten auf. So setzen die Niederbayern voll auf BYOD und sind federführend an der bayerischen Lernplattform Mebis beteiligt. In der mittelfränkischen Hugenottenstadt Erlangen unterrichten die Lehrkräfte bereits seit 2011 in iPad-Klassen – zwei Schulen, die eine Mission verbindet – Digitale Bildung voranbringen.
Nicht weniger prominent sind die anderen aktiven Mitglieder der Gruppe, von denen einige hier exemplarisch kurz vorgestellt werden sollen. Sebastian Schmidt ist z. B. mittlerweile schon länger als „Mr. Flipped Mathe“ in der Szene bekannt. Christian Mayr betreibt mit lernkiste.org eine vielbeachtete OER-Website und vertritt ebenso wie Schmidt die bayerischen Schwaben bei #BayernEdu. Ebenso zu erwähnen ist Jochen Gollhammer, der in Bayern unterrichtet, aber eigentlich Österreicher ist und somit das Spektrum der Gruppe genauso deutlich bereichert, wie Christian Wettke, der emsige Kurpfälzer. Mit Marcus von Amsberg und Arne Sorgenfrei haben wir sogar zwei waschechte Nordlichter in unseren Reihen, die zusammen mit mir das inklusive Unterrichtskonzept ivi-eduacation.de mit Leben erfüllen. Besondere Freundschaft besteht zudem zu den Bildungspunks (#Edupnx), so dass die Reichweite von #BayernEdu deutlich das Regionale übersteigt.

Was wollen wir?

Zunächst einmal den Austausch über das „digitale Unterrichten“ fördern – und zwar (bundes)länderweit. Uns geht es vor allem um die Praxis und um konkrete Unterrichtsszenarien, denn gerade hier ist dann doch oftmals nicht immer ganz Konkretes zu lesen. Tool- und Applisten können ein Anfang sein, letztlich kann man das Thema aber – so ist unsere Überzeugung – nur dann in die Breite bringen, wenn man didaktisch fundierte (theoretischer „advocatus diaboli“ in dieser Sache ist dabei oftmals der streitbare Mediendidaktiker Axel Krommer) Unterrichtsbeispiele vorlegen kann. Hierzu kann und soll das Blog #BayernEdu seinen Beitrag liefern.

Wozu gibt es das?

Vernetzung, Vernetzung und nochmals Vernetzung – den Rest wird man sehen. Als erstes Spin-Off ist z. B. durch #BayernEdu der 1. Münchner Bildungsstammtisch #EduMuc entstanden, der von IT-Unternehmer Christoph Aufmhoff ins Leben gerufen wurde. Ein Barcamp zur „Digitalen Bildung“ könnte im Juli folgen. Prinzipiell freuen wir uns über alle Kontakte und Hinweise auf Events, die mit unserem pädagogischen Steckpferd zu tun haben. Wer einen ersten Schritt machen will, der nehme #BayernEdu in sein vorhandenes oder neu erstelltes Twitterprofil und diskutiert gleich mit uns mit. Wir freuen uns auf jeglichen Input!

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4 Gedanken zu „#BayernEdu – wer sind wir, was wollen wir, wozu gibt es das?

  1. Ihr schreibt: „Uns geht es vor allem um die Praxis und um konkrete Unterrichtsszenarien“ – das finde ich gut. Habe in den letzen Jahren auf allen Veranstaltungen wie molol, Gauting, Neubauern, in BW bei tabletBS, auf der Didacta oder der Learntec, an der Uni sowie auf vielen Workshops, die ich gegeben haben, immer wieder erlebt: „we must bridge the gap“. Vorüberlegung: die Lücke zwischen Anwendern von etwa mobilen Endgeräten und den Kollegen, die eher „late adopters“ sind, wird zwangsläufig immer größer, wenn immer wieder die gleichen „early adopters“ oder sogar „enthusiasts“ (wie BayernEdu-Mitglieder) auf Gleichgesinnte treffen – wobei dies natürlich WICHTIG ist (Stichwort Vernetzung, ich sage immer: „we must learn from the BEST“ – idealerweise zunächst VOR ORT, und dann via Twitter etc.); Aber: die Kollegen, die eher „zögerlich“ sind, muss man mit eben diesen KONKRETEN Inhalten abholen, die sie schnell einsetzen können in ihrem Unterricht; Inhalte, die (@halfman1334 Achtung!!! – das Wort das du nicht magst 🙂 ) … einen MEHRWERT haben 🙂 – was auch immer das ist – to be discussed! Freue mich hier kommentieren zu können und hoffe das LIVE intensivieren zu können. Cheers Mates!

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    1. Da sprichst du etwas an, was meiner Meinung nach das aktuell größte Problem darstellt: Ich bin jetzt seit einigen Jahren dabei und stelle das gleiche fest wie du: man trifft auf diversen Veranstaltungen immer die gleichen Leute (was persönlich äußerst erfreulich ist!!!). Aber der von dir beschriebene nächste Schritt gelingt nicht so, wie man sich das möglicherweise wünschen würde. Die Gründe dafür sind vielfältig und würden den Rahmen hier sprengen. Wir wollen das Problem in unserer Schule versuchen zu lösen. Der so genannte „Flächenrollout“ ist meiner Meinung nach eine der größten Herausforderungen bei der Weiterentwicklung schulischer Arbeit. Das Thema brennt mir schon lange unter den Nägeln. Ich werde dazu mal zusammenschreiben, was mich da beschäftigt. Evtl. Finden sich Leute, die da schon mehr Erfahrung haben….

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